Frühling, ideal zum Entgiften und Heilfasten
Im Frühling herrschen  ganz besondere Umstände vor. In der Natur spriessen die Pflanzen, bei
den Tieren geht es um die Planung der Nachkommenschaft, wir Menschen verspüren neue
Kräfte, den Drang ins Freie zu gehen, verlieben uns oder geniessen ganz einfach die
Erneuerung der Natur.
Diese Zeit ist besonders dazu angetan unseren Organismus zu entgiften und zu entschlacken
um ihn damit optimal auf den Sommer vorzubereiten.
Tipps zur Entgiftung und Entschlackung:

Safttage:

Sehr wirksam sind einzelne eingeschaltete Safttage. Dabei wird die feste Nahrung während
eines ganzen Tages weggelassen und wir nehmen nur 3-4 mal pro Tag 2 dl Gemüsesaft
(Biotta-Gemüsesaft ihrer Wahl) zu uns, dazu trinken wir den ganzen Tag über reichlich Wasser
oder einen Kräutertee.

Fastentage, Fastenwoche:

Noch wirksamer können wir unseren Körper mit einer mehrtägigen Fastenkur entgiften. Fasten
ist zudem eine der wirksamsten Therapien zur Reduktion von hohem Blutdruck und zu hohen
Cholesterinwerten. Fasten wirkt lebensverlängernd! Neueste Forschungen konnten zeigen,
dass unser Magen während des Fastens das Wachstumshormon produziert, dieses wirkt
verjüngend auf unseren Körper ein. Fasten als Jungbrunnen! Zudem übt fasten auf unseren
Geist einen stark anregenden Einfluss aus, wir können so zu neuen Erkenntnissen und
Sichtweisen gelangen.
Fastenanleitung: s. Text

Entgiftende Kräutertees:

Brenneselblättertee: frisch selber geerntet oder in der Drogerie als getrocknete Blätter gekauft.
Eine Prise bzw. 4-5 Blätter auf einen Liter Wasser. Die Blätter mit kochendem Wasser übergiessen, 5 Minuten ziehen lassen und abgiessen. Den Tee über den Tag verteilt trinken. Wirkung: Die Brennnessel wirkt blutreinigend, blutbildend und harntreibend, eine ideale sanfte
Unterstützung zur Entgiftung!

Kräuterteemischung: je zu gleichen Teilen Brenneselblätter, Löwenzahnblätter und Goldrute
gemischt. Eine Prise auf einen Liter Wasser. Die Pflanzen mit kochendem Wasser übergiessen
und 3-4 Minuten ziehen lassen (nicht länger, da sich sonst zu viele Bitterstoffe lösen und der
Tee unangenehm bitter schmeckt)
Wirkung: blutreinigend, blutbildend, harntreibend, stärkt die Leber und Verdauung und regt die
Nierentätigkeit an.

Anleitung zum Heilfasten

Ideale Fastendauer: 3-5 Tage, für Erfahrene 7-10 Tage.
Mit diesem Merkblatt möchte ich Ihnen wertvolle Tipps zum erfolgreichen Fasten geben. Sie
sollten wissen, dass Fasten eine sehr tiefgreifende Massnahme darstellt, die unseren
Körperstoffwechsel zu einer dramatischen Umstellung zwingt. Trotzdem stellt ein mehrtägiges
Fasten für einen gesunden Menschen keine Gefährdung dar. Es empfiehlt sich aber, die
nachfolgenden Ausführungen aufmerksam durchzulesen und sich anschliessend ein
individuelles Fastenprogramm zusammenzustellen.
Fasten stellt für jeden Menschen eine sehr persönliche Erfahrung dar, lassen Sie sich daher
nicht von gängigen Schlagwörtern wie Fasteneuphorie und ähnlichem irreführen.
Es kann durchaus vorkommen, dass Sie wahrend einer Fastenkur einen Durchhänger erleben
und sprichwörtlich sauer reagieren. Tatsächlich werden ja während des Fastenvorganges durch
die grundlegende Stoffwechselumstellung körpereigene Eiweisse abgebaut und
ausgeschieden, es handelt sich dabei in der Regel vor allem um sogenannte
Stoffwechselschlacken, also minderwertige Eiweissverbindungen welche unsere Gesundheit
beeinträchtigen. Ais Beispiel seien Atherosklerose und rheumatische Beschwerden aufgeführt.

Eine Fastenkur gliedert sich in 3 Teile:
– Die Fasteneinleitung
– Das eigentliche Fasten
– Fastenbrechen und Ernahrungsaufbau

Die Fasteneinleitung
Es empfiehlt sich, eine Fastenkur mit einleitenden Massnahmen zu beginnen, wie zum Beispiel
Molketag und 1 bis 2 Einläufen, dazu viel Kräutertee. Der Molketag kann folgendermassen
aussehen:
Frühstück              
2-3 dl
Molke
10.00 Uhr
2 dl
Molke
Mittags
2-3 dl
Molke
16.00 Uhr
2 dl
Molke
Abends
1 Teller
leicht gesalzene Schleimsuppe

Das Fasten:
Nach dem Molketag geht es weiter mit den eigentlichen Fastentagen:
Frühstück              
2-3 dl
Gemüsesaft
Mittags
2-3 dl
Gemüsesaft
Abends
3-5 dl
Gemüsebouillon

Dazwischen trinken Sie immer reichlich Wasser und Kräutetees!
Zur Leber- und Gallenreinigung:
Um die Entgiftung dieser beiden Organe wahrend des Fastens zu unterstützen empfiehlt es
sich, morgens nach dem Aufstehen einen Teelöffel voll Glaubersalz (Bittersalz,
Magnesiumsulfat ) in etwas lauwarmem Wasser aufzulösen und schluckweise zu trinken.
Schmeckt leider sehr, sehr bitter! Leber und Galle­ blühen   im bitteren Milieu auf!!!! Zusätzlich
erreichen wir so eine schonende Reinigung des Dünndarms.

Hunger:
Hungergefühle schwinden, sobald der ganze Darm gründlich entleert ist(Dies sollte nach 2-3
Tagen der Fall sein!). Können aber leider immer wieder auftauchen.

Fastenkrisen:
Unter Fastenkrisen versteht man mögliche kritische Beschwerden, die vor allem in den ersten
Fastentagen auftreten können. Sie entstehen durch den Abbau der Schlackenstoffe. Möglichen
Fastenkrisen:
Kopfschmerzen, Uebelkeit bis zum Erbrechen
Abhilfe: Schwitzen, warmes Baden oder Duschen, evtl. Sauna
Gliederschmezen,  oft starke Schmerzen im Kreuzbereich
Abhilfe: Trinken von Basenlösung( 2-3 Teelöfel Basenpulver z.B. Alkala, in 2 dl Wasser),
Schwitzen
Schwäche, Schweissausbrüche und Zittern der Körpermuskulatur = Blutzuckerabfall!
Abhilfe: Trinken von warmem Tee mit 1 Teelöfel Honig!

Fastenbrechen:
Am ersten Aufbautag brechen Sie das Fasten am besten morgens mit einem reifen Apfel (evtl.
gargekocht) Mittags gibt es eine ‚Gemüsesuppe; etwas gut gekochtes Gemüse‘ kann
mitgegessen werden. Abends dann eine Haferschleimsuppe. Zwischendurch Kräutertee.
Am zweiten Aufbautag morgens etwas Quark und ein wenig Brot (Kein Vollkornbrot ), mittags
dann gekochtes Gemüse evtl. noch etwas Reis dazu, abends dann “ Gschwellti Härdöpfu “ mit
etwas Quark und Brot.
Bitte beachten Sie: eine schonende, leichte Ernährung wahrend den ersten 2 VVochen nach
dem Fasten verstärkt Ihren Fastenerfolg beträchtlich! Deshalb sollten Sie in dieser Zeit Rohkost
(Salat, rohes Gemüse und rohe Früchte), Fleisch sowie Zucker möglichst meiden.

Literatur und Links:
Die Heilwirkugen des Fastens, von Otto Buchinger